Stromfressern auf der Spur

Tipps zum Stromsparen
Inzwischen sind die Energiekosten in vielen Haushalten zu einem veritablen Ausgabeposten angewachsen. Daher möchte Ihnen der Energiestammtisch heute einige Tipps zum Stromsparen in Erinnerung rufen.
Sehr viel Strom wird meist in der Küche verbraucht. Ein Dauerkonsumer ist der Kühlschrank. Dieser funktioniert am besten, wenn er voll ist. Denn Essen und Getränke reagieren wesentlich weniger schnell auf Temperaturschwankungen als Luft. Gerade wenn Ihr Kühlschrank einmal nicht gut gefüllt ist, empfiehlt es sich daher, zusätzlich Schüsseln oder Flaschen voll Wasser hineinzustellen. Regelmäßiges Abtauen vermindert ebenfalls den Stromverbrauch. Auch beim Kochen kann man viel Energie sparen, wenn man stets Töpfe benutzt, die genau zur Größe der Herdplatte passen. Ein Topf ohne Deckel braucht wesentlich mehr Strom wie einer mit. Beim Wasserkocher sollten Sie darauf achten, dass Sie immer nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie gerade benötigen. Wenn Sie bspw. nur eine Tasse Tee aufbrühen wollen, füllen Sie einfach diese Tasse mit Wasser und schütten es in den Kocher um. Dann haben Sie das exakte Maß. Viele Wasserkocher schalten auch nicht gleich ab, wenn sie den Siedepunkt erreicht haben.
Sie sparen, wenn Sie ihn vorher manuell abschalten. Gerade grüner Tee schmeckt auch mit 70° warmen Wasser viel besser. Regelmäßiges Entkalken – auch von anderen Geräten wie Kaffeemaschine, Waschmaschine und Geschirrspüler – verringert ebenfalls den Stromverbrauch. Auch wenn Geschirrspüler und Waschmaschine inzwischen Öko-Programme haben, empfiehlt es sich, sie stets vollzuladen. Außerdem sollte man gerade bei Waschmaschinen über die Waschtemperatur nachdenken. 95° braucht praktisch niemand mehr, aber für den normalen Alltag sind oft schon 60° zu viel, 30° reichen meist. Auch sind die Waschmittel inzwischen so gut, dass man sich die Vorwäsche getrost sparen kann. Das schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt, weil deutlich weniger Wasser verbraucht wird. Bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine ist eine mit direktem Warmwasseranschluss eine gute Wahl, weil warmes Wasser
bereits im Warmwasserspeicher der Heizung immer vorrätig ist. Auf den Wäschetrockner zu verzichten und die Wäsche stattdessen an der frischen Luft zu trocknen, spart ebenfalls Strom und bares Geld.
Heimliche Stromfresser sind auch die ganzen digitalen Geräte, die uns inzwischen im Alltag umgeben. Statt Fernseher, Stereoanlage, PCs, Laptops, Monitore, Handys auf Standby laufen zu lassen, empfiehlt es sich diese komplett auszuschalten. Am einfachsten lässt sich dies über eine schaltbare Mehrfachsteckdose erreichen. Übrigens wussten Sie, dass PCs etwa vier Mal so viel Strom benötigen wie Laptops? Wer über den Kauf eines neuen Computers nachdenkt, sollte das berücksichtigen. Bei allen digitalen Geräten kann man den Energieverbrauch auch optimieren, indem man beispielsweise die Bildschirmhelligkeit dimmt oder den Stromsparmodus einschaltet. Das schont auch die Akkus. Ladegeräte sollte man immer aus der Steckdose ziehen, wenn kein Handy, Tablet oder Laptop angeschlossen sind. Denn sie ziehen immer Strom.
Eine weitere Möglichkeit, Strom zu sparen, ist es, nachts den Router abzuschalten – im Schlaf braucht man kein WLAN. Das lässt sich mit einer Zeitschaltuhr leicht machen und verhindert auch nächtliches Doom-Scrolling. Achtung allerdings bei Personen, die noch ein Festnetztelefon haben: dieses funktioniert ohne Router ebenfalls nicht.
Allein der Verzicht auf Standby spart in einem durchschnittlichen Haushalt etwa EUR 100 jährlich.
Sie haben noch weitere Tipps? Dann schicken Sie uns eine Mail an:
stammtisch@energie-salem.de.
Und falls Sie plötzlich einen unerklärlichen hohen Stromverbrauch haben, hilft Ihnen unser Arbeitskreis „Stromfressern auf der Spur“ gerne bei der Suche. Auch hierfür schicken Sie uns einfach eine Mail an: stammtisch@energie-salem.de.
Für den „Tag des offenen Heizungskellers“ am 22.11.2026 suchen wir außerdem noch Haushalte, die bereit sind, ihre Wärmepumpe interessierten Besuchern zu zeigen. Wir unterstützen Sie auch bei der Vorbereitung und Organisation.